Bahnchef Grube zum Expertengespräch in Hamburg

Müller-Sönksen und Bahnchef Grube Müller-Sönksen und Bahnchef Grube

4. Liberales HafenforumBahnchef Grube zum Expertengespräch in Hamburg

Auf Einladung des Hamburger Bundestagsabgeordneten und Spitzenkandidaten der FDP Hamburg zur Bundestagswahl, Burkhardt Müller-Sönksen, diskutierten am Dienstagabend beim 4. Liberalen Hafenforum der Vorsitzende der Deutsche Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der BUSS Group, Dr. Johann Killinger und dem Sprecher des Komitees Deutscher Seehafenspediteure, Willem van der Schalk, vor rund 80 Gästen die Bedeutung der schienengebundenen Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen.

In seinem Grußwort betonte Müller-Sönksen die Bedeutung der Infrastruktur für die Zukunft des Hamburger Hafens: "Der Hamburger Hafen ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft." Nur durch ein langfristiges Konzept könne seine Zukunftsfähigkeit garantiert werden. "Auch in Wahlkampfzeiten müssen wir über den Tellerrand mehrerer Legislaturperioden hinausdenken", so der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der AG Maritime Wirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion.

Die Bedeutung der Deutschen Bahn für den Hamburger Hafen bekräftigte der Vorsitzende der Deutsche Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, in seinem Vortrag: "Wir gehören zum Hamburger Hafen wie der Michel zu Hamburg". Die Bahn investiere nicht nur massiv in den Hamburger Hafen, sie sei auch ein wichtiger Wachstumsimpulsgeber für den Mittelstand, so Bahnchef Grube. Seine Bitte an die Politik: "Die Infrastruktur ist das Thema des 21. Jahrhunderts. Diese Bedeutung muss auch der Bevölkerung vermittelt werden". Für sein Unternehmen identifizierte Grube drei Ziele: Eine Ertüchtigung des Streckennetzes mit dem Ziel schnellere Verbindungen anbieten zu können, die Entflechtung von Hochgeschwindigkeits- und Normalverkehr und die intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel.

Dr. Johann Killinger erläuterte die Herausforderungen für den Hamburger Hafen aus der Sicht eines privaten Verkehrsunternehmen. Killinger kritisierte den maroden Zustand der Hamburger Strassenanbindung scharf: "Wir brauchen ein nationales Hafenkonzept, in das die Hinterlandanbindung integriert wird."

Die Bedeutung der Infrastruktur für die Logistik war das Thema von Willem van der Schalk. Er kritisierte die starke Stellung der Umweltverbände: "Wir brauchen einen Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie. Dazu muss das Verbandsklagerecht der Umweltverbände dringend auf ein Normalmaß reduziert werden." Sollte sich die Situation der Verkehrsinfrastruktur nicht ändern, könne dies drastische wirtschaftliche Konsequenzen und eine Abwanderung wichtiger Unternehmen zur Folge haben."Die Elbe ist die wichtigste Lebensader des Verkehrs in Norddeutschland. Es ist nicht fünf sondern eine Minute vor Zwölf, um die Situation des Hafens zu verbessern."

In der anschließenden Diskussionen zeigte sich, dass die Kritik der Unternehmer bei der FDP Hamburg auf offene Ohren stößt. Insbesondere die Baustellensituation in Hamburg wurde auch von den anwesenden Abgeordneten der Bürgerschaft kritisiert. Für den einladenden Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen ist klar: "Das Thema wird auch über den Abend hinaus aktuell bleiben.