Afghanistan-Ehrenhaine der Bundeswehr werden zum „Garten der Erinnerung“ in Potsdam

Gemeinsames Gedenken der gefallenen Soldaten am Ehrenhain im Feldlager Kunduz Foto: Bundeswehr-Fotos via Flickr (CC BY-ND 2.0)

Umgang mit den gefallenen SoldatenAfghanistan-Ehrenhaine der Bundeswehr werden zum „Garten der Erinnerung“ in Potsdam

Eines meiner Kernanliegen im Umgang mit den gefallenen Soldaten und ihren Familien wird endlich Realität: das Verteidigungsministeriums gab bekannt, im Rahmen des Bundeswehrabzugs aus Afghanistan die Ehrenhaine der Bundeswehr der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies soll in Potsdam in einem neu geschaffenen "Garten der Erinnerung" geschehen. Die Ehrenhaine der Bundeswehr sind einzigartige Erinnerungsorte, denn sie wurden nicht von Künstlern gestaltet, sondern von Kameradinnen und Kameraden der Gefallenen selbst. Ich setze mich für eine authentische Erinnerungskultur ein, denn wir brauchen keinen falschen Pathos, sondern gelebte Anerkennung mit einfachen Mitteln aus der Mitte unserer Gesellschaft.

Mit der nun gefundenen Lösung schaffen wir einen Ort, an dem sowohl das stille Gedenken der Angehörigen, als auch ein deutliches Signal in Richtung Öffentlichkeit möglich wird. Wichtig ist mir, dass den Ehrenhainen eine Ausstellung über die Auslandseinsätze der Bundeswehr zur Seite gestellt wird. Verwundung und Tod sind Teil der Einsätze der Bundeswehr. Dieser Realität müssen gerade wir Abgeordneten, die wir über die Einsätze entscheiden, immer wieder von Neuem stellen.

Ausgangspunkt der Debatte bildete mein Diskussionspaper "Die Ehrenhaine der Bundeswehr in den Einsatzgebieten- Denkmäler für eine neue Erinnerungskultur".

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